{"id":2730,"date":"2017-05-30T00:01:25","date_gmt":"2017-05-30T05:01:25","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfriends.net\/?p=2730"},"modified":"2017-05-30T00:38:50","modified_gmt":"2017-05-30T05:38:50","slug":"ismf-die-neue-tarnorganisation-von-ubf-bonn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/ismf-die-neue-tarnorganisation-von-ubf-bonn\/","title":{"rendered":"ISMF \u2013 die neue Tarnorganisation von UBF Bonn"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large aligncenter\" src=\"http:\/\/www.cultwatch.com\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Warning.jpg\" width=\"467\" height=\"227\" \/><\/p>\n<h4>Vorbemerkung<\/h4>\n<p>Nach der negativen Publicity im Jahr\u00a02002 wandte Dae-Won (\u201ePeter\u201c) Chang, der Leiter der UBF Bonn, eine sehr interessante Taktik an. Zun\u00e4chst schien sich UBF Bonn v\u00f6llig \u201eaus dem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen\u201c zu haben. Die Mitglieder wurden instruiert, nicht mehr in der \u00d6ffentlichkeit Aufsehen zu erregen. Doch dann tauchte Herr Chang UBF Anfang\u00a02004 unvermittelt wieder aus der Versenkung auf, aber unter einem v\u00f6llig neuen Namen, und in einem v\u00f6llig neuen Bet\u00e4tigungsgebiet, mit dem er die \u00d6ffentlichkeit, vor allem die koreanische, zunehmend aktiv sucht. Der Name seiner neuen Unternehmung lautet \u201eInternationale Senfkorn-Musik-Freunde\u201c oder \u201eInternationales Senfkorn-Musik-Festival\u201c, abgek\u00fcrzt \u201eISMF\u201c. Wie in seiner UBF Bonn ist Herr Chang auch in der ISMF der uneingeschr\u00e4nkte Chef, der alle F\u00e4den in der Hand hat, und bezeichnet sich inzwischen auch ganz offen als deren \u201ePr\u00e4sident\u201c. Bei ISMF geht es offiziell nicht mehr um die \u201eCampusmission\u201c wie bei der UBF, sondern ausschlie\u00dflich um Musik, Kindererziehung und F\u00f6rderung koreanischer Kultur und koreanischer Werte: Ein ziemlich radikaler Wandel. Was k\u00f6nnte hinter diesem merkw\u00fcrdigen Richtungswechsel stecken?<\/p>\n<p>F\u00fcr den folgenden Bericht haben ehemalige Mitglieder der UBF einige ziemlich offensichtliche und einige weitere m\u00f6gliche Motive zusammengetragen, warum sich Herr Chang pl\u00f6tzlich in diesem Bereich engagieren k\u00f6nnte. Wir beziehen uns dabei auf die Situation und unseren Wissensstand von Anfang des Jahres\u00a02005.<\/p>\n<p><!--more(mehr...)--><\/p>\n<h4>Fortsetzung einer alten Methode von Samuel Lee<\/h4>\n<p>Zun\u00e4chst einmal ist anzumerken, dass das Orchestertraining eine alte, erprobte und bew\u00e4hrte, von Samuel Lee in UBF eingef\u00fchrte Methode ist, vor allem die Jugendlichen und \u201ezweite Generation\u201c in UBF zu \u00fcberwachen, zu disziplinieren, zu trainieren und sie fester an die Gruppe zu binden. Sein Schlagwort hierf\u00fcr lautete \u201eg\u00f6ttliche Disziplin\u201c, und das UBF-Orchester in Chicago ist hierbei f\u00fcr alle anderen UBF-Zentren das gro\u00dfe Vorbild gewesen. Auf den internationalen UBF-Konferenzen kommt es ebenfalls stets wirkungsvoll zum Einsatz. Hier sind einige Erl\u00e4uterungen dazu von einem ehemaligen Mitglied dieses UBF-Orchesters in Chicago:<\/p>\n<p>\u201eSamuel Lee hat sich in der Tat diese Trainingsmethode ausgedacht. Bevor es viele Kinder der zweiten Generation in Chicago gab, gab es nur ein kleines Orchester, das haupts\u00e4chlich aus Musikern bestand. Aber mit dem Boom in den 1990er Jahre in der Anzahl der Kinder der zweiten Generation sah Lee eine Notwendigkeit f\u00fcr eine Art Erziehungsprogramm. Als Folge war es f\u00fcr jedes UBF-Kind, das anfing, irgendein Instrument zu spielen, obligatorisch, dem Orchester beizutreten. Au\u00dferdem wurde ein CBF-Orchester gegr\u00fcndet (CBF ist das \u201aKinderprogramm\u2018 der UBF), damit die Kinder fr\u00fch daran gew\u00f6hnt wurden.<\/p>\n<p>Ein oft vorgebrachter Grund f\u00fcr die Bildung eines Orchesters f\u00fcr Jugendliche war, die Jugendlichen an gewissen Abenden der Woche unter Kontrolle zu halten, damit sie keine \u201aDummheiten anstellten\u2018. Auf seinem H\u00f6hepunkt gegen Ende der 1990er Jahre waren die Orchester-Proben wirklich sehr zeitraubend. Es gab Proben von 2-3\u00a0Stunden L\u00e4ge am Donnerstag Abend, am Samstag Abend und am Sonntag Morgen, zus\u00e4tzlich zum Musizieren w\u00e4hrend der Sonntagsgottesdienste. Der \u201aharte Kern\u2018 des Orchesters musste immer bei zwei Sonntagsgottesdiensten spielen. Die Proben f\u00fcr die Weihnachtsgottesdienste fanden jeden Abend statt, mindestens zwei Wochen lang. Dazu kam die Zeit, die man mit den pers\u00f6nlichen Unterrichtsstunden in seinem Musikinstrument durch \u00e4ltere Orchester-Mitglieder verbrachte.<\/p>\n<p>Viele der Teenager unter den Mitgliedern betrachteten das Orchester als geselliges Beisammensein an. Ich vermute, dass sie auch irgendwie ein wenig Spa\u00df dabei hatten. Aber einige Eltern beklagten sich, dass sie zu viel Zeit mit dem Orchester verbrachten, und dass es die schulischen Leistungen ihrer Kinder beeintr\u00e4chtigte. Sie sahen wenig Wert darin, dass ihre Kinder so viel Zeit in die Musik investierten, wenn Musik eindeutig nicht ihre Begabung oder zuk\u00fcnftige Entwicklungsrichtung war.<\/p>\n<p>Hinsichtlich des Themas Zwangsteilnahme ist zu sagen, dass man nur sehr schwer wieder heraus kam, wenn man einmal dem Orchester beigetreten war. Wenn jemand versuchte auszutreten, \u00fcbte Samuel Lee immer Druck auf denjenigen aus, entweder direkt, oder indirekt durch seine Eltern, damit der Dr\u00fcckeberger wieder zur\u00fcck ins Orchester ging.<\/p>\n<p>Die eigentlichen Orchester-Proben an sich waren das Schlimmste an der Sache, die schlimmste Qu\u00e4lerei. Samuel Lee war dabei stets die meiste Zeit anwesend, wobei er korrigierte und steuerte was der Dirigent tat, l\u00e4cherliche \u00dcbungen anordnete, einfach um des Trainings selbst willen, dem Orchester aufdr\u00fcckte, wie er wollte, dass ein Musik-St\u00fcck gespielt werden sollte, obwohl er gar nicht vern\u00fcnftig ausdr\u00fccken konnte, was er eigentlich wollte, und dabei verk\u00fcndete, dass er sich in Musik so gut auskenne, weil \u201aweil er die Bibel studiert habe\u2018. Wir sa\u00dfen dort stundenlang und spielten immer wieder die gleichen Dinge, weil Lee sich Dinge einbildete, die ihm an der Auff\u00fchrung nicht gefielen. Die Kinder st\u00f6hnten dann, aber er erlaubte es ihnen nicht, aufzustehen und eine Pause zu machen, nicht einmal, um kurz auf die Toilette zu gehen.<\/p>\n<p>Alle aufgef\u00fchrten St\u00fccke wurden von Lee ausgew\u00e4hlt oder von ihm genehmigt. Die Orchester-Leiter hatten so viel Angst vor ihm, dass sie, wenn er am Samstag Abend zuvor nicht angeordnet hatte, welches St\u00fcck am folgenden Sonntagsgottesdienst gespielt werden sollte, sie uns mehrere wahrscheinliche St\u00fccke spielen lie\u00dfen, von denen sie annahmen, dass Lee sie vielleicht guthei\u00dfen k\u00f6nnte. Und sogar dann konnte Lee seine Meinung in der letzten Minute \u00e4ndern, und wir mussten dann eine Not-Probe wenige Minuten vor dem Anfang des Sonntagsgottesdienst machen. Das geh\u00f6rte nat\u00fcrlich mit zum \u201aTraining\u2018.<\/p>\n<p>Aus einer Laune heraus konnte Lee uns jederzeit den ersten Satz der 5.\u00a0Symphonie von Beethoven spielen lassen. Er lie\u00df es uns am Begr\u00e4bnis (!) des Ehemanns von Jackie Lee spielen. Er konnte mit dem Orchester machen, was er wollte. Das war die Botschaft.\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich soll hier nicht der Gedanke des gemeinsamen Musizierens von Jugendlichen schlecht gemacht werden, auch nicht das Musizieren im Rahmen einer Kirchengemeinde. Es ist sicherlich an sich etwas \u00e4u\u00dferst Gutes. Auch schadet es Kindern sicher nicht, ein wenig Disziplin zu lernen und sich auch einmal l\u00e4ngere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Das problematische am UBF-Orchester ist auch nicht das Orchester an sich, sondern die Verquickung mit der UBF und deren religi\u00f6sen Vorstellungen. Man bekommt es nur im Doppelpack: Musik und UBF-Ideologie, musikalische \u00dcbung und UBF-Gehorsamstraining. Das Orchester dient der UBF haupts\u00e4chlich den folgenden f\u00fcnf Zwecken:<\/p>\n<p>Erstens, die Kinder sollen an UBF gebunden werden. Das Orchester gibt den Kindern einen sozialen Bezugsrahmen und einen Freundeskreis, der von Anfang an mit UBF verbunden ist. Es gibt ihnen auch ein Gef\u00fchl von Wichtigkeit, Bedeutung, Verantwortung und Anerkennung. Verst\u00e4rkt wurde dieses Gef\u00fchl der Wichtigkeit durch Reisen ins Ausland, in denen die Mitglieder des Orchesters in den anderen UBF-Zentren immer besondern hofiert und bewirtet werden. All dies ist jedoch mit UBF verkn\u00fcpft. Au\u00dferhalb von UBF verlieren sie sofort ihre Aufgabe, ihre Anerkennung, ihren Lebenssinn, sowie ihre gesamte soziale Umgebung. Dadurch dass sie sich st\u00e4ndig im Bezugsrahmen der UBF aufhalten, fehlen ihnen auch Vergleichsm\u00f6glichkeit mit der \u201eWelt drau\u00dfen\u201c; es f\u00e4llt ihnen schwer einzusch\u00e4tzen, ob das Verhalten der UBF-Leiter \u201enormal\u201c ist oder nicht. Durch den R\u00fcckzug auf das Gebiet der klassischen Musik wird auch eine k\u00fcnstliche Welt geschaffen, die sehr wenig mit der Welt ihrer Altersgenossen zu tun hat und sie von ihnen entfremdet.<\/p>\n<p>Zweitens, durch die Gew\u00f6hnung an Disziplin und Gehorsam im Rahmen der Orchesterproben wird die Vorstufe gelegt f\u00fcr den absoluten Gehorsam gegen\u00fcber den \u201eKnechten Gottes\u201c im Sinne der \u201egeistlichen Ordnung\u201c der UBF. Unter dem Vorwand der musikalischen \u00dcbung kann dann leicht jede Art von Gehorsamstraining und Manipulation gerechtfertigt werden.<\/p>\n<p>Drittens, in jeder Sekte ist es wichtig, die Mitglieder st\u00e4ndig mit irgendetwas zu besch\u00e4ftigen, damit sie nicht anfangen, nachzudenken, sich zu informieren und theologisch weiterzubilden, sich irgendwo au\u00dferhalb der Gruppe zu engagieren oder Freundschaften anzukn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Wer kein Instrument spielen kann, muss daher beim Singen, \u201eSingspiration\u201c, Tanzen oder Theaterspielen mitmachen, auch wenn keine Begabung oder Interesse daf\u00fcr besteht. Die Deutschen mussten auf den internationalen UBF-Konferenzen immer einen \u201edeutschen Tanz\u201c auff\u00fchren, der nach Vorstellung von Samuel Lee nat\u00fcrlich ein \u201ebavarian dance\u201c, d.h. ein bayerischer Schuhplattler sein musste. Die deutschen Teilnehmer, von denen keiner aus Bayern kam, schl\u00fcpften dann in Lederhosen und Trachtenkost\u00fcme, schminkten sich, und probten vorher wochenlang jeden Abend \u201ezur Ehre Gottes\u201c ihren Tanz. Nachher hatte Samuel Lee seinen Spa\u00df daran, dies in seinem UBF-Nachrichtenblatt als \u201ebarbarian dance\u201c zu verunglimpfen und ihnen \u201eden ersten Platz von hinten\u201c zu geben. Es ging bei all dem darum, die Mitglieder mit m\u00f6glichst solchen T\u00e4tigkeiten zu besch\u00e4ftigen, bei denen sie nicht selbst\u00e4ndig und kritisch nachdenken mussten, und sie dabei gleichzeitig zu dem\u00fctigen. Die Orchestermusik ist dabei noch am anspruchsvollsten, aber auch hier geht es nur um das Ein\u00fcben und Spielen vorgegebener St\u00fccke. Kreativit\u00e4t, Spontaneit\u00e4t, Improvisation und eigenst\u00e4ndiges Denken werden nicht gef\u00f6rdert. Unter \u201eTraining\u201c wird in UBF stets so etwas wie \u201eDressur\u201c verstanden.<\/p>\n<p>Die 5.\u00a0Symphonie von Beethoven spielen zu k\u00f6nnen, ist zwar sch\u00f6n, aber leider keine ausreichende Qualifikation f\u00fcr angehende \u201eMissionare\u201c und \u201eHirten,\u201c und auch sonst nicht sehr hilfreich daf\u00fcr, sich im sp\u00e4teren Leben zurechtzufinden. Aber dies ist ja auch nicht der Sinn des \u201eg\u00f6ttlichen Trainings\u201c.<\/p>\n<p>Viertens, das Orchester dient der \u201eGleichschaltung\u201c von Mitgliedern. Ein Feindbild der UBF ist neben dem \u201egottlosen Humanismus\u201c auch der \u201egottlose Individualismus.\u201c Die Mitglieder m\u00fcssen einem einheitlichen Ideal entsprechen. Individuelle Begabungen und Gaben werden nicht beachtet, weder was die verschiedenen nat\u00fcrlichen Begabungen angeht, noch was die in der Bibel erw\u00e4hnten verschiedenen geistlichen Gaben betrifft. Im Orchester, aber auch sonst in UBF, f\u00e4ngt dies schon mit der einheitlichen Kleidung an, d.h. m\u00e4nnliche Mitglieder m\u00fcssen Anzug und Krawatte tragen. Turnschuhe, lange Haare oder B\u00e4rte sind verp\u00f6nt.<\/p>\n<p>F\u00fcnftens dient das Orchester dazu, die neuen Teilnehmer an UBF-Konferenzen, G\u00e4ste und Au\u00dfenstehende zu beeindrucken. Gerade Musik ist dazu sehr gut geeignet, da sie sehr emotional geladen sein kann. H\u00f6rt man sch\u00f6ne Musik, kann man sich sehr schwer vorstellen, dass irgendetwas Problematisches vorhanden sein k\u00f6nnte. Es gibt das bekannte deutsche Sprichwort: \u201eWo man singt, da lass dich ruhig nieder. B\u00f6se Menschen haben keine Lieder.\u201c Ein derartiger bewusster oder unbewusster Gedankengang hat sicherlich bei vielen Mitgliedern und Au\u00dfenstehenden vorhandene Zweifel \u00fcber UBF zerstreut. Doch dies ist leider ein Trugschluss. Selbst die Nazis machten sich Musik zu Nutze, denn sie ist ein machtvolles Instrument, um Menschen zu manipulieren. Joseph Goebbels selbst legte letzten Schliff an die Melodie von \u201eF\u00fchrer befiehl, wir folgen dir\u201c. Au\u00dferdem ist das eigentliche Problem ja nicht, dass die UBF-Mitglieder b\u00f6se Menschen w\u00e4ren. Das Problem sind vielmehr die Leiter und vor allem das gesamte manipulierende System der UBF. Die netten Menschen und die Musik erschweren es, dieses an sich offensichtliche Problem zu erkennen und zuzugeben.<\/p>\n<p>Es sei noch bemerkt, dass im UBF-Orchester keineswegs ein Schwerpunkt auf christliche Musik etwa von Johann Sebastian Bach gelegt wird, und dass auch moderne christliche Musik, in welcher Form auch immer, zumindest in den \u201eh\u00e4rteren\u201c Zentren wie Chicago oder Bonn keine gro\u00dfe Rolle zu spielen scheint. Das angebliche Ziel der UBF, die \u201eWeltmission\u201c, hat im Grunde nicht viel mit der Besch\u00e4ftigung mit klassischer Musik im UBF-Orchester zu tun.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zu UBF Bonn: Es scheint, dass Peter Chang die Vorz\u00fcge der Orchester-Trainings von Samuel Lee erkannt hat und seine Methoden weiter ausbaut und verfeinert, wie Samuel Lee \u00fcberhaupt sein gro\u00dfes Vorbild zu sein scheint. Auf Fotos sieht Peter Chang \u00fcbrigens Samuel Lee, nicht nur in Gr\u00f6\u00dfe, Aussehen und Statur, sondern auch in seiner Sitzhaltung und Pose zum Verwechseln \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>Herr Chang hat allerdings nicht nur die Methoden verfeinert und konsequenter durchgef\u00fchrt, sondern setzt sein Bonner UBF-Orchester auch f\u00fcr noch weitere Ziele als Samuel Lee ein, besonders was den letzten genannten Punkt angeht, die Erzielung eines guten Rufs in der \u00d6ffentlichkeit. Es ist nicht verwunderlich, dass er sich gerade nach dem in der Zeitung ver\u00f6ffentlichten Skandal \u00fcber Misshandlung und Vernachl\u00e4ssigung von Kindern darauf besinnt, und es als Mittel ansieht, sein negatives Bild in der \u00d6ffentlichkeit durch die kulturellen Darbietungen seines Orchesters wieder zu kompensieren. Dabei setzt Peter Chang bei den Konzertbesuchern und Sponsoren bewusst auf die Wirkung der sch\u00f6nen und virtuos dargebotenen klassischen Musik, der s\u00fc\u00dfen, teilweise noch sehr jungen Geige spielenden Kinder, den angeblichen Benefizcharakter der Veranstaltungen und den interkulturellen Aspekt von Koreanern, die in Deutschland auftreten. Kaum einer mag hinter diesen faszinierenden Dingen etwas Problematisches entdecken.<\/p>\n<p>Im Prinzip sind in Peter Changs ISMF die gleichen Ideen im Spiel wie beim UBF-Orchester von Samuel Lee. Den Mitgliedern des Orchesters und anderen ISMF-Mitarbeitern wird ein Gef\u00fchl von Wichtigkeit und Bedeutung vermittelt. Das f\u00e4ngt schon damit an, dass man sich ein \u201eInternationales\u201c Orchester nennt, obwohl es sich fast ausschlie\u00dflich um Koreaner und vielleicht ein paar Deutsche handelt. Warum nennt man sich nicht ein \u201ekoreanisches\u201c oder \u201ekoreanisch-deutsches\u201c Orchesters? Der Grund ist, dass alles grandioser, bombastischer und pomp\u00f6ser aussehen soll, als es in Wirklichkeit ist. Dies gilt auch f\u00fcr alle weiteren Aspekte des Orchesters, wobei die tats\u00e4chlich vorhandene musikalische Begabung und Hingabe der Mitglieder gar nicht in Frage gestellt werden soll.<\/p>\n<p>Die Mitglieder des Bonner ISMF-Orchesters werden aber so sehr von diesem Orchester abh\u00e4ngig gemacht, dass sie keinen anderen Ort mehr haben, wo sie hingehen k\u00f6nnten. Das Training ist zeitlich noch wesentlich umfangreicher und intensiver als in Chicago, was Herr Chang sicherlich damit rechtfertigen wird, dass man eben ein \u201eprofessionelles Niveau\u201c erreichen m\u00f6chte. Der Unterschied zu einem professionellen Orchester liegt aber darin, dass es eben nur ein Orchester ist, w\u00e4hrend die ISMF untrennbar mit UBF verquickt ist. Der musikalische Leiter ist gleichzeitig der geistliche Leiter, und praktisch der \u201eStellvertreter Gottes auf Erden\u201c, der von den Mitgliedern in jedem Bereich absoluten Einsatz und Gehorsam verlangt.<\/p>\n<h4>Offizielle Selbstdarstellung<\/h4>\n<p>Im Gegensatz zur UBF Bonn, deren Homepage seit einigen Jahren nicht mehr \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich ist, sucht die ISMF mit einem aufw\u00e4ndig gestalteten Internetauftritt unter der auf den Namen Peter Chang registrierten Adresse <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/www.ismf.org\/\" target=\"_parent\">www.ismf.org<\/a> die \u00d6ffentlichkeit. Es f\u00e4llt jedoch auf, dass diese Webseite fast vollst\u00e4ndig in koreanischer Sprache verfasst ist. Anscheinend geht es Herrn Chang vor allem darum, unter den Koreanern in Europa bekannt zu werden, von denen ein Drittel, ungef\u00e4hr 30.000, in Deutschland leben.<\/p>\n<p>Weiterhin f\u00e4llt auf, dass die Verbindung zur UBF und die Tatsache, dass die ISMF-Mitglieder fast vollst\u00e4ndig aus UBF-Mitgliedern bestehen, auf der Webseite lange Zeit mit keinem Wort erw\u00e4hnt wurden. Als Adresse wurde zun\u00e4chst das Haus in Bonn-Lengsdorf angegeben, das als UBF-Zentrum dient, und in dem Peter Chang auch wohnt. Seit kurzem findet sich dort eine andere Adresse in Bonn-Lengsdorf. Erst seit Januar 2005 findet man auf der Webseite auch ein <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/ubf-info.de:80\/int\/bonn\/ismforg200501.htm\">Organigramm<\/a>, in dem die Leitungsstruktur mit Peter Chang an der Spitze dargestellt wird, und UBF versteckt an vorletzter Stelle als \u201eunterst\u00fctzende Organisation\u201c aufgef\u00fchrt wird. Dass es sich bei der ISMF in Wirklichkeit um das Orchester der UBF Bonn handelt, wird jedoch weiterhin schamvoll verschwiegen.<\/p>\n<p>Die Ziele der ISMF werden auf der Seite <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/www.ismf.org\/introduce\/introduce.php\" target=\"_parent\">www.ismf.org\/introduce\/introduce.php<\/a> wie folgt beschrieben: \u201eInternationale Senfkorn-Musik-Freunde (ISMF) wurde im Dezember\u00a01998 in Deutschland durch Beratung und Unterst\u00fctzung der Elterninitiative zur Bildung und F\u00f6rderung der koreanischen 2.\u00a0Generation in Deutschland und des Instituts f\u00fcr Koreanische Kultur gegr\u00fcndet. Ihr Ziel ist es, den in einer Zeit des Postmodernismus aufwachsenden koreanischen 2.\u00a0Generation in Deutschland, in U.S.A und in der ganzen Welt erm\u00f6glichen, ihre musikalische Begabung zu erwecken, und sie dar\u00fcber hinaus weiter zu f\u00f6rdern. Sie zielt auch darauf ab, durch Schlie\u00dfen und Entwickeln von Freundschaften und Kulturaustausch ein internationales Netzwerk zu bilden, so dass sie sich in allen Bereichen des Lebens gegenseitig erg\u00e4nzend unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Irref\u00fchrend ist hier zun\u00e4chst einmal, dass die Initiative zur Bildung der ISMF von einer unabh\u00e4ngigen Elterninitiative oder einem Institut f\u00fcr Koreanische Kultur ausgegangen sei. In Wirklichkeit ging sehr offensichtlich die Initiative von Herrn Peter Chang allein aus, der auch als Drahtzieher indirekt hinter diesen \u201eInitiativen\u201c und \u201eInstituten\u201c steht. Irref\u00fchrend ist auch, dass der religi\u00f6se Hintergrund der ISMF und die Verbindung zur UBF mit keinem Wort erw\u00e4hnt werden. Der Verweis auf den \u201ePostmodernismus\u201c ist ein versteckter Hinweis darauf, dass es nicht allein um Musik geht, sondern darum, die Kinder zum Gehorsam und im althergebrachten koreanischen Wertesystem des Konfuzianismus zu erziehen.<\/p>\n<h4>ISMF als front group (Tarnorganisation) der UBF<\/h4>\n<p>Sp\u00e4testens wenn ihr Name in der \u00d6ffentlichkeit negative Schlagzeilen gemacht hat, betreiben die meisten Sekten Unterorganisationen, die mehr oder weniger eng mit der eigentlichen Sekte verbunden sind, aber unter einem anderen Namen und im kommerziellen, kulturellen oder sozialen Bereich operieren und dabei scheinbar keine erkennbare Verbindung zur eigentlichen Sekte und ihren Zielen haben. Solche Tarnorganisationen werden im Englischen auch \u201efront groups\u201c genannt. Sie verfolgen im Allgemeinen eins oder mehrere der folgenden Ziele: Erstens, Geld zu verdienen; zweitens, neue Mitglieder anzuwerben; drittens, das Ansehen der Gruppe in der \u00d6ffentlichkeit zu verbessern; viertens, Arbeitspl\u00e4tze und Bet\u00e4tigung f\u00fcr die Mitglieder zu schaffen, um diese st\u00e4rker unter Kontrolle zu haben.<\/p>\n<p>Bei der ISMF erkennt man eindeutig dieses Muster einer Sekten-Tarnorganisation wieder, und auch die oben genannten vier Ziele lassen sich klar bei der ISMF wieder finden. Es ist daher sicherlich gerechtfertigt, die ISMF als eine Tarnorganisation der UBF Bonn zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Innerhalb der UBF wird von Mitgliedern und Leitern eigentlich erwartet, dass sie ihre freie Zeit voll und ganz der UBF zur Verf\u00fcgung stellen und keine \u201eNebent\u00e4tigkeiten\u201c aus\u00fcben. Peter Chang rechtfertigt seine ISMF-Aktivit\u00e4ten innerhalb der UBF daher damit, dass er dadurch mehr UBF-Mitglieder gewinnen und das Ansehen der UBF in der \u00d6ffentlichkeit verbessern kann, und solange er damit erfolgreich ist, wird die oberste UBF-Leitung nicht eingreifen.<\/p>\n<p>In der Tat scheint diese Rechnung aufzugehen; die ersten Konzerte kamen bei den meisten Zuh\u00f6rern gut an. Nat\u00fcrlich ist es professionellen Musikern klar, dass es sich um Amateure handelt. Aber ISMF stellt sich auch nur als Amateur-Orchester vor, und f\u00fcr Amateure spielen sie wiederum sehr virtuos, denn sie \u00fcben extrem viel und diszipliniert, und sind teilweise musikalisch \u00e4u\u00dferst begabt. Es wird auch auf einen guten optischen Eindruck durch elegante Kleidung der Spieler, Dekoration und betonte K\u00f6rperbewegung w\u00e4hrend des Spiels geachtet. F\u00fcr Laien sind die ISMF-Konzerte daher sicherlich beeindruckend. Auch f\u00fcr andere Musikliebhaber, die in einem Orchester mit einem musikalisch anspruchsvollen Niveau mitspielen wollen, ist ISMF sehr attraktiv, und es ist anscheinend bereits gelungen, einige Musiker, die nichts mit der UBF zu tun haben, zumindest zeitweise als Orchestermitglieder zu gewinnen. Zus\u00e4tzlich erfahren diese von au\u00dfen angeworbenen Leute nat\u00fcrlich das ganze bei Sekten \u00fcbliche \u201eLove-Bombing-Programm\u201c wie Einladungen zum Essen, Aufmerksamkeit, Schmeichelei usw. Gerade Musiker freuen sich besonders \u00fcber Anerkennung und die M\u00f6glichkeit, in Konzerten auftreten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Allen Tarnorganisationen von Sekten ist gemeinsam, dass sie sich nach au\u00dfen mit Dingen besch\u00e4ftigen, die jeder unterst\u00fctzen kann: Sei es Weltfriede, Musik, Kunst, Wohlt\u00e4tigkeit oder F\u00f6rderung von konservativen, allgemein anerkannten moralischen Werten. Die eigentlichen Ziele und die Weltanschauung der dahinter stehenden Sekte werden jedoch verschwiegen.<\/p>\n<p>So findet man auf der Homepage der ISMF auch kein Wort \u00fcber Weltmission, Campusmission, Bibelstudium und dergleichen Dinge, welche die Hauptanliegen der UBF darstellen. Innerhalb der UBF bezeichnet sich Peter Chang als \u201eMissionar\u201c und es wird gesagt, man tue alles \u201ezur Ehre Gottes\u201c, aber auf der Homepage der ISMF wird Gott mit keinem Wort erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Die Vorgehensweise von Peter Chang erinnert frappierend an \u201eReverend\u201c San Myung Mun, den ebenfalls aus Korea stammenden F\u00fchrer der Mun-Sekte. Durch verschiedene Tarnorganisationen versucht Mun, Anerkennung, neue Mitglieder und politischen Einfluss in Amerika zu bekommen. Vor kurzem gelang es ihm durch eine dieser Tarnorganisationen sogar, in einem Senatsgeb\u00e4ude in Washington eine Art \u201eKr\u00f6nungszeremonie\u201c zu veranstalten, in der er selbst zum \u201eMessias\u201c gekr\u00f6nt wurde. Hierbei wurde ihm die Krone von einem amerikanischen Senator dargereicht, der zuvor \u00fcber den Charakter der Veranstaltung gr\u00fcndlich get\u00e4uscht wurde oder m\u00f6glicherweise irgendwelche finanziellen oder sonstigen Vorteile von Mun als Gegenleistung bekam (dies ist leider kein Witz).<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr eine Tarnorganisation der Mun-Sekte, die besondere \u00c4hnlichkeit mit der ISMF hat, ist das \u201eLittle Angels Korean Folk Ballet\u201c, bei dem Mun ebenfalls auf die Faszination setzt, die von s\u00fc\u00dfen kleinen Kinder und Musik ausgeht. Ein anderes Beispiel einer musikalischen Tarnorganisation von Mun ist das \u201eNew Age Orchestra\u201c in San Francisco.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens hat UBF auch schon in anderen F\u00e4llen Tarnorganisationen eingesetzt, wenn sie an einer Universit\u00e4t einen besonders schlechten Ruf hatten. An der Universit\u00e4t von Chicago firmierte die UBF-Gruppe von Mark Yoon z.B. jahrelang unter dem Namen \u201eUofC Bible Club\u201c und erw\u00e4hnte die UBF auf ihrer Homepage <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/bible.uchicago.edu\/\" target=\"_parent\">bible.uchicago.edu<\/a> mit keinem Wort. Erst k\u00fcrzlich wurden sie aufgrund von Beschwerden von der Universtit\u00e4tsleitung dazu gezwungen, diese Verbindung offen zu legen. \u201eTarnen und t\u00e4uschen\u201c hat in UBF eine gewisse Tradition.<\/p>\n<p>Fast alle Mitglieder des \u201eSenfkorn-Orchesters\u201c sind UBF-Koreaner, meist Kinder von Bonner oder Mainzer UBF-Mitgliedern. Der Bezug zur UBF wird aber sowohl auf der Webseite als auch in den Artikeln, die Peter Chang geschickt in koreanischen Zeitungen lanciert, schamvoll verschwiegen.<\/p>\n<p>Laut Ank\u00fcndigung auf der Homepage der ISMF hatten Sie im Februar\u00a02005 ein Konzert in der Aula der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t geplant, die gleichzeitig das Hauptmissionsfeld der UBF Bonn bildet. Es ist nicht bekannt, ob dieses Konzert stattgefunden hat, doch auch hier wird der Charakter der ISMF als Tarnorganisation der UBF deutlich.<\/p>\n<h4>Leitungsstrukturen und merkw\u00fcrdige Verbindungen<\/h4>\n<p>Herr Chang hielt sich bisher immer dezent im Hintergrund und versucht bisher immer noch, in der deutschen \u00d6ffentlichkeit m\u00f6glichst nicht in Erscheinung zu treten. In Wirklichkeit h\u00e4lt er aber alle F\u00e4den in der Hand und ist die treibende und steuernde Kraft hinter der ISMF und allem, was damit zusammenh\u00e4ngt. Auf ihn trifft das gleiche zu wie auf sein Vorbild Samuel Lee, \u00fcber den die UBF-Gr\u00fcnderin Sarah Barry bereits 1962 schrieb: \u201eEr zeigt echte Begabung in der Kunst, im Hintergrund zu leiten.\u201c<\/p>\n<p>Nach au\u00dfen traten bisher vor allem zwei Frauen in Erscheinung: Gloria Chrustovski (eine der UBF-Koreanerinnen, die Peter Chang mit einem deutschen Mitglied aus UBF Bonn verheiratet hat) und Hanna Ryu (Frau von Samuel-Peter Ryu, dem Leiter des kleinen Satteliten-Zentrums von UBF Bonn in Mainz). Frau Chrustovski ist die Direktorin, musikalische Leiterin und Dirigentin des UBF-Orchesters. Frau Ryu ist eine Art kulturelle Leiterin und PR-Managerin f\u00fcr das ganze Unternehmen. In UBF haben beide den Titel einer \u201eMissionarin\u201c und sind in der \u201egeistlichen Ordnung\u201c der UBF dem \u201eKnecht Gottes Missionar Dr.\u00a0Peter Chang\u201c loyal ergeben. Nach au\u00dfen versuchen sie den Eindruck zu erwecken, sie seien unabh\u00e4ngige, frei schaffende K\u00fcnstler; ihre \u201eMission\u201c in der UBF verschweigen sie.<\/p>\n<p>Peter Chang hat als Drahtzieher diverse eingetragene Vereine ins Leben gerufen, um steuerliche und sonstige Vorteile zu genie\u00dfen. Um Probleme mit den Beh\u00f6rden zu vermeiden, tritt er selbst dabei jedoch nicht als Vorsitzender in Erscheinung, sondern macht andere ihm ergebene UBF-Mitglieder zu deren Vorsitzenden. Auf dem Papier ist ein deutscher UBF-\u201eHirte\u201c Vorsitzender der \u201eUniversit\u00e4t-Bibel-Freundschaft Bonn e.V.\u201c, w\u00e4hrend Hanna Ryu Vorsitzende des Vereins ist, der sich \u201eInstitut f\u00fcr koreanische Kultur\u201c nennt, hinter dem aber ebenfalls Herr Chang steckt. Hanna Ryu ist au\u00dferdem zweite Vorsitzende eines koreanischen Literaturvereins in Deutschland. Unter diesen Titeln macht sie auch Werbung f\u00fcr ISMF in verschiedenen koreanischen Zeitungen. Hierbei wird die Verbindung zur UBF nat\u00fcrlich niemals erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Nachdem seine ISMF-Unternehmung und die Werbung in den koreanischen Zeitungen einen gewissen Erfolg zu haben scheint, und er einige Sponsoren f\u00fcr sich gewonnen hat, gibt sich Peter Chang seit dem Jahr 2005 auf der koreanischen ISMF-Seite nun auch offiziell als \u201ePr\u00e4sident\u201c der ganzen ISMF-Unternehmung zu erkennen und pr\u00e4sentiert diese stolz in Form eines <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/ubf-info.de:80\/int\/bonn\/ismforg200501.htm\">Organigramms<\/a>, von dem wir eine deutsche \u00dcbersetzung angefertigt haben.<\/p>\n<p>In dem Diagramm zeigt sich einer der psychologischen Tricks von Peter Chang, um andere f\u00fcr seine Sache zu gewinnen und f\u00fcr sich arbeiten zu lassen: Er gibt diesen Leuten einen Titel, einen Posten und eine Aufgabe in seinem kleinen Imperium, das demjenigen schmeichelt. Jeder darf sich irgendwo als ein kleiner Leiter und geehrt f\u00fchlen \u2013 allerdings immer nur unter der Oberherrschaft von Herrn Chang.<\/p>\n<p>Ob den aufgef\u00fchrten Personen und Institutionen allen wirklich bewusst ist, dass sie von Peter Chang vor seinen eigenen Karren gespannt worden sind, ist unklar. Die Titel und gesellschaftlichen Positionen der unterst\u00fctzenden Personen werden besonders hervorgehoben. Peter Chang scheut sich auch nicht, einen Katholiken als Pr\u00e4sidenten des F\u00f6rdervereins zu haben, w\u00e4hrend der Katholizismus innerhalb der UBF als Irrlehre verteufelt wird. Es ist auch interessant, dass UBF zwar immerhin aufgef\u00fchrt wird, aber nur als \u201eunterst\u00fctzende Organisation\u201c und auch hier nur an dritter Stelle. Wer nicht besonders darauf achtet, wird die Verbindung zur UBF auf der ISMF-Webseite nicht bemerken.<\/p>\n<p>Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass Herr Chang, in dessen Imperium es vorgeblich um Kultur, Musik, Kindererziehung bzw. die Bibel geht, selbst keinerlei Ausbildung in diesen Bereichen vorzuweisen hat, weder auf kulturellem Gebiet, Musik oder P\u00e4dagogik, noch in Theologie. Seinen Doktortitel hat er f\u00fcr Pharmazie bekommen.<\/p>\n<h4>Suche nach Anerkennung und Reputation unter Koreanern<\/h4>\n<p>Es ist offensichtlich, dass Herr Chang versucht, sich eine Reputation als F\u00f6rderer der koreanischen Kultur und des Kulturaustauschs aufzubauen, um damit sein negatives Image als Sektenleiter zu kompensieren. Hat er mit seiner ISMF erst einmal einen guten Ruf, Reputation, Anh\u00e4nger und Sponsoren im kulturellen Bereich gewonnen, wird es ihm wesentlich leichter fallen, jegliche Kritik in anderen Bereichen als Verleumdung und ungerechtfertigt abzutun, und dies als Plattform f\u00fcr weitere Aktivit\u00e4ten und Gesch\u00e4fte zu nutzen. Zur Werbung setzt Peter Chang besonders die Zeitungen f\u00fcr Koreaner in Deutschland ein.<\/p>\n<p>Insbesondere in den koreanischen Zeitungen \u201eThe Eurojournal\u201c und \u201eThe Europe Christian Shinmun\u201c wird heftig f\u00fcr die ISMF geworben. Es werden Konzerte bekannt gemacht, positive Berichte \u00fcber diese Konzerte abgedruckt, Sponsoren und Orchestermitglieder angeworben. Hanna Ryu ist anscheinend mit einem Redakteur der \u201eEurope Christian Shinmun\u201c befreundet. In den Berichten im \u201eEurojournal\u201c wird neben der Zeitung selbst auch besonders die Au\u00dfenstelle der koreanischen Botschaft als Sponsor der ISMF genannt. Die Verbindungen zur UBF werden jedoch in den Zeitungsberichten stets verschwiegen. Die Redaktionen dieser Zeitungen antworteten nicht auf unsere Anfragen per E-Mail.<\/p>\n<p>Hanna Ryu versucht sich in verschiedenen koreanischen Zeitungen seit einiger Zeit auch durch andere Beitr\u00e4ge und Gedichte als gebildete und begnadete Schriftstellerin und als Kennerin und F\u00f6rderer der koreanischen Kultur und Literatur und des deutsch-koreanischen Kulturaustauschs zu profilieren, zum Beispiel kurz vor Weihnachten\u00a02004 in der koreanischen Zeitung \u201eUri Schinmun\u201c mit einem Essay \u00fcber \u201eEssst\u00e4bchen\u201c.<\/p>\n<h4>Verbesserung des Ansehens in Deutschland<\/h4>\n<p>Ein weiteres Ziel von Herrn Chang ist es, sein Ansehen in der \u00d6ffentlichkeit wiederherzustellen, nachdem Zeitungen im Jahr\u00a02002 dar\u00fcber berichtet hatten, dass sich die Bonner Staatsanwaltschaft mit ihm befassen musste, weil Nachbarn und Erzieherinnen die Vernachl\u00e4ssigung und Misshandlung von Kindern in der UBF Bonn aufgefallen war. Leider musste das Verfahren schlie\u00dflich eingestellt werden, da er von den Mitgliedern der UBF gedeckt wurde und die Vorw\u00fcrfe schwer gesetzlich zu erfassen und nachzuweisen sowie teilweise verj\u00e4hrt waren. In der Folgezeit versuchte Herr Chang, m\u00f6glichst nicht mehr in der \u00d6ffentlichkeit aufzutreten.<\/p>\n<p>Wichtig sind f\u00fcr UBF besonders die \u201eBibel-Konferenzen\u201c, bei denen in einer emotional geladenen Atmosph\u00e4re Menschen nicht nur zu Gott, sondern auch zu UBF bekehrt und als Anh\u00e4nger gewonnen werden. Diese Bibelkonferenzen finden oft in renommierten christlichen Freizeitheimen statt, so dass die Teilnehmer in dem irrigen Glauben best\u00e4rkt werden, dass es sich bei der UBF um eine anerkannte und seri\u00f6se christliche Gruppe handelt, die ein Teil der Kirche oder der evangelikalen Allianz ist. Durch Konzerte der ISMF ist es Peter Chang ein Leichtes, angesichts der braven, s\u00fc\u00dfen, gehorsamen, musikalischen, Geige spielenden, h\u00fcbsch gekleideten Kinder und seiner ge\u00f6lten Worte \u00fcber die Bibel und Weltmission die jeweiligen Heimleiter um den Finger zu wickeln. So ist es der UBF seit einiger Zeit wieder m\u00f6glich, Konferenzen in solchen christlichen Heimen zu veranstalten.<\/p>\n<p>Im Juni\u00a02005 hat Herr Chang au\u00dferdem ein \u201eBenefizkonzert\u201c der ISMF in der Beethovenhalle Bonn geplant, angeblich zugunsten der Welthungerhilfe. Die Sammlung f\u00fcr einen guten Zweck und der prestigetr\u00e4chtige Ort sind ebenfalls Mittel f\u00fcr Herrn Chang, sich ein positives Image verschaffen. Es muss angemerkt werden, dass in UBF Deutschland bis dahin nie f\u00fcr die Welthungerhilfe oder andere deutsche Wohlt\u00e4tigkeitsorganisationen gesammelt wurde. Es ist auch interessant, dass ausgerechnet f\u00fcr eine humanit\u00e4re, nicht-kirchliche Organisation gesammelt wird, wo doch der \u201egottlose Humanismus\u201c in UBF, und besonders in UBF Bonn, bisher das Feindbild Nummer Eins war. Ihr pl\u00f6tzliches Interesse an der Welthungerhilfe ist nichts als Heuchelei.<\/p>\n<h4>F\u00f6rdermittel, Spenden und Eintrittsgelder<\/h4>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den genannten Motiven kommen f\u00fcr Herrn Chang sicherlich auch finanzielle Aspekte als Grund oder gar der Hauptgrund hinzu, sich mit der ISMF im kulturellen Bereich zu engagieren.<\/p>\n<p>Ganz offen werden in den koreanischen Zeitungen und im Internet unter <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/www.ismf.org\/php\/zboard.php?id=sponsor\" target=\"_parent\">www.ismf.org\/php\/zboard.php?id=sponsor<\/a> Geldgeber angeworben. Auf dieser Webseite hei\u00dft es: \u201eWir suchen Sponsoren, die unsere Jugendlichen, die unsere Hoffnung sind, unterst\u00fctzen m\u00f6chten.\u201c Bisher hat diese Suche schon gute Erfolge vorzuweisen; anscheinend wird die ISMF bereits von diversen Zeitungen f\u00fcr Koreaner in Europa und sogar von der koreanischen Botschaft, Au\u00dfenstelle Bonn, finanziell oder mit kostenloser Werbung unterst\u00fctzt. Wahrscheinlich zielt Herr Chang auch auf private Spenden und Sponsoren unter den Koreanern ab, die diese Zeitungen lesen oder die Konzerte besuchen.<\/p>\n<p>Im Bereich des Kulturaustauschs k\u00f6nnen wom\u00f6glich auch F\u00f6rdergelder und Subventionen eingestrichen werden. Korea hat ein gro\u00dfes Interesse daran, das Land und die Kultur in Europa bekannt zu machen. \u00dcber Kulturvereine und F\u00f6rdervereine versucht Herr Chang wom\u00f6glich, solche Kulturbudgets anzuzapfen. Zwar gibt es in Deutschland zur Zeit bei diesen Budgets wie \u00fcberall erhebliche Einsparungen, aber Korea und besonders die gro\u00dfen koreanischen Konzerne sind keineswegs arm, und sie sind bereit, f\u00fcr kulturelle Werbung in eigener Sache in Europa Geld auszugeben.<\/p>\n<p>So hat die Koreanische Botschaft in Berlin das Jahr\u00a02005 zum \u201eKoreajahr\u201c erkl\u00e4rt und versucht, zusammen mit dem Deutschen Ausw\u00e4rtigen Amt, der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe und der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft die deutsch-koreanischen Beziehungen zu f\u00f6rdern. In diesem Rahmen werden auch Konzerte veranstaltet, bei denen die ISMF laut Webseite anscheinend ebenfalls auftritt.<\/p>\n<p>Ob die Spenden f\u00fcr Benefizkonzerte der ISMF tats\u00e4chlich f\u00fcr die angegebenen Zwecke weitergeleitet werden, und in welchem Umfang, und wie dies sichergestellt werden soll, ist angesichts des bisherigen Umgangs mit Finanzen in der UBF und des bisherigen Desinteresses der UBF an derartigen Sammlungen \u00e4u\u00dferst fraglich. Hingegen hat UBF eine gro\u00dfe Erfahrung darin, gro\u00dfz\u00fcgige Spenden f\u00fcr eigene Zwecke einzusammeln. Die Konzerte k\u00f6nnten eine weitere M\u00f6glichkeit f\u00fcr Herrn Chang sein, an Spendengelder von au\u00dferhalb zu kommen, nachdem die Mitglieder seiner UBF-Gruppe bereits finanziell ausgelaugt und teilweise hoch verschuldet sind.<\/p>\n<p>Die Kombination mit der Sekte UBF bietet Herrn Chang gro\u00dfe finanzielle Vorteile: Er hat praktisch keine Ausgaben, da alle Mitarbeiter der ISMF als seine Sektenanh\u00e4nger nat\u00fcrlich kostenlos f\u00fcr ihn arbeiten. In seinem <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/ubf-info.de:80\/int\/bonn\/ismforg200501.htm\">Organigramm<\/a> werden allein vier Arbeitskr\u00e4fte aufgef\u00fchrt, die als Webmaster, Webdesigner bzw. Redakteur f\u00fcr ihn arbeiten, und dies sicherlich \u201eehrenamtlich\u201c tun. Die Einnahmen durch Eintrittsgelder, Spenden und F\u00f6rdermittel werden daher kaum durch Ausgaben geschm\u00e4lert.<\/p>\n<h4>Steuerliche Vorteile und Geldw\u00e4sche<\/h4>\n<p>Bereits lange vor der Gr\u00fcndung der ISMF hatte Herr Chang neben dem UBF Bonn e.V. einen weiteren Verein f\u00fcr koreanische Kultur gegr\u00fcndet, von dem kaum jemand wusste, und man fragt sich, wozu dieser Verein dienen sollte. Eine nahe liegende Vermutung ist, dass ihm diese obskuren Vereine schon damals finanzielle, insbesondere steuerliche Vorteile boten. Herr Chang hat niemals einen ordentlichen Beruf ausge\u00fcbt und kein eigenes Einkommen. Dennoch besitzt er vier H\u00e4user, mehrere Autos und vermutliche weitere Verm\u00f6genswerte. All dies wurde von seinen Anh\u00e4ngern in der UBF in Form von \u201eOpfergeldern\u201c finanziert. Auch seinen sonstigen Lebensunterhalt inklusive seiner h\u00e4ufigen Reisen z.B. in die Vereinigten Staaten und nach Korea wird von den UBF-Mitgliedern finanziert. Dreisterweise kassiert er von den UBF-Mitgliedern, die in \u201eseinen\u201c H\u00e4usern wohnen, auch noch Miete. Hinzu kommen nun die oben genannten Einnahmen durch die ISMF und ein noch zu erw\u00e4hnendes weiteres Gesch\u00e4ftsfeld. Herr Chang ist anscheinend nicht nur ein Genie im Bereich der Psychologie, sondern auch im Bereich der Finanzen.<\/p>\n<p>Eigentlich m\u00fcsste Herr Chang f\u00fcr sein Gehalt als UBF-Leiter Einkommensteuer zahlen, zudem f\u00fcr seine Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung und sein Kapitalverm\u00f6gen. Die diversen Vereine, die als gemeinn\u00fctzig deklariert sind und angeblich religi\u00f6se, mildt\u00e4tige oder kulturelle Zwecke verfolgen, k\u00f6nnen dazu dienen, Geld nach Belieben hin- und her zu jonglieren und vor dem Fiskus und anderen neugierigen Blicken zu verstecken, bzw. steuerliche Verg\u00fcnstigungen oder gar zus\u00e4tzliche F\u00f6rdermittel und Subventionen zu erhalten.<\/p>\n<h4>Weitere Vorteile f\u00fcr UBF<\/h4>\n<p>Die \u201eMissionare\u201c der UBF werden gew\u00f6hnlich als Studenten oder Doktoranden mit einem Visum zum Zweck des Studiums nach Deutschland geschickt. Nach dem Studium, das meist nur halbherzig betrieben und oft abgebrochen wird, haben sie es oft schwer, in Deutschland eine weitere Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu erhalten. Hier hat UBF bisher mit allerhand Tricks nachgeholfen, und auch schon mal \u201ef\u00fcr den guten Zweck\u201c das eine oder andere Ausl\u00e4nderamt betrogen. Die diversen Kulturvereine von Peter Chang k\u00f6nnten es ihm ebenfalls vereinfachen, \u00fcber Kulturaustauschprogramme und bessere Beziehungen zur koreanischen Botschaft, die als Sponsor der ISMF in Erscheinung tritt, Aufenthaltserlaubnisse f\u00fcr neue UBF-Missionare zu erhalten.<\/p>\n<p>Dieses Problem ist auch einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr die arrangierten Heiraten zwischen Koreanern und Deutschen in UBF. Auch f\u00fcr die arrangierten Heiraten in der UBF ist die ISMF eine ideale Plattform.<\/p>\n<p>Die ISMF bietet Peter Chang au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit, die Begabung und musikalische Ausbildung seiner S\u00f6hne zu f\u00f6rdern, von denen zumindest einer musikalisch hochbegabt ist. Dies ist ein Privileg, das andere UBF-Mitglieder nicht bekommen. Karriere, Hobbys und andere Bet\u00e4tigungen neben der UBF m\u00fcssen sie meist wegen der zeitlichen Beanspruchung in der UBF v\u00f6llig abbrechen.<\/p>\n<h4>Das Gesch\u00e4ft mit der Kindererziehung<\/h4>\n<p>Die Kindererziehung war schon immer ein \u201eSteckenpferd\u201c von Herrn Chang. Bereits fr\u00fcher \u00fcbernahm er einen gro\u00dfen Teil der Kindererziehung der Sektenmitglieder der UBF Bonn. W\u00e4hrend die Eltern ihren Lebensunterhalt verdienen m\u00fcssen oder mit UBF-Aktivit\u00e4ten besch\u00e4ftigt werden, werden die Kinder h\u00e4ufig im Haus von Herr Chang zur Betreuung abgegeben, wo sie mit autorit\u00e4ren Methoden nach koreanisch-konfuzianistischen Idealen erzogen werden. Selbst die deutschen Kinder mussten zum Beispiel die koreanischen hierarchischen Anredeformen lernen, wonach der \u00e4ltere Bruder anders angesprochen werden muss als der j\u00fcngere, und Verfehlungen hierin wurden von Herrn Chang bestraft. Hierbei spielt \u201eOpa Peter\u201c f\u00fcr die Kinder teils die Rolle einer Vertrauens- und Bezugsperson, teils die der absoluten Autorit\u00e4tsperson. Wie es ein Kind eines ehemaligen Anh\u00e4ngers ausdr\u00fcckte, ist er der \u201eBestimmter\u201c, auf den man mehr als auf die eigenen Eltern h\u00f6ren muss. Wegen der zahlreichen UBF-Veranstaltungen wurden die meisten Kinder in der Vergangenheit auch stark vernachl\u00e4ssigt. Derzeit versucht Herr Chang st\u00e4rker zu vermeiden, dass solche Vernachl\u00e4ssigung publik wird, und gleichzeitig wird den Kindern in der ISMF st\u00e4rkere Aufmerksamkeit geschenkt. Je weniger erfolgreich die UBF bei der Gewinnung neuer Mitglieder ist und je mehr sich die Anstrengungen der UBF bei der \u201eWeltcampusmission\u201c als Fehlschlag erweisen und ihre \u201eVisionen\u201c und \u201eGebetsanliegen\u201c sich offensichtlich nicht einmal ann\u00e4hernd erf\u00fcllen, desto mehr scheinen sie sich auf die Erziehung der \u201ezweiten Generation\u201c als letzte Hoffnung zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Die autorit\u00e4ren Trainingsmethoden von Herrn Chang werden in der koreanischen UBF bewundert. Dort haben anscheinend viele koreanische Eltern Probleme mit ihrem Nachwuchs, der sich nicht mehr so einfach auf die \u201eParteilinie\u201c der UBF mit den Idealen des absoluten Gehorsams und der Unterordnung bringen l\u00e4sst. Sie verf\u00fcgen meist nicht \u00fcber die n\u00f6tigen psychologischen Mittel von Herrn Chang, der es meisterhaft versteht, Kinder und Erwachsene gef\u00fcgig zu machen. Hier hat Herr Chang anscheinend eine Marktl\u00fccke entdeckt. Er bietet verzweifelten koreanischen Eltern an, ihre Kinder f\u00fcr einige Monate zu einer \u201eErziehungskur\u201c nach Bonn zu schicken. Mehrere koreanische Kinder wurden bereits auf diese Weise in Bonn einer \u201eUmerziehung\u201c unterzogen und wieder nach Korea zur\u00fcckgeschickt. Die Eltern scheinen \u00fcber das Ergebnis erfreut zu sein, und es wurde berichtet, dass Herr Chang hierf\u00fcr von den Eltern ein nicht geringes Entgelt als Geb\u00fchr und Honorar entgegennimmt. Auch junge UBF-Mitglieder werden zum Training nach Bonn geschickt.<\/p>\n<p>Innerhalb der UBF macht Herr Chang weiter in diesem Bereich f\u00fcr sich Werbung. Im Jahr\u00a02004 wurde er von der obersten UBF-Leitung zum Vorsitzenden eines obskuren \u201eKomitees zur Erziehung der zweiten Generation in Industriel\u00e4ndern\u201c ernannt. Er hat dabei die volle Unterst\u00fctzung und R\u00fcckendeckung von John Jun, dem Leiter der koreanischen UBF, der demn\u00e4chst die Leitung der gesamten UBF \u00fcbernehmen wird.<\/p>\n<p>Wom\u00f6glich m\u00f6chte Herr Chang als koreanische Variante der \u201eSupernanny\u201c \u00fcber UBF hinaus die Erziehungssorgen der koreanischen Eltern in Korea und Europa f\u00fcr sich als neues Gesch\u00e4ftsfeld und zweites Standbein erschlie\u00dfen. Die zweite Generation der \u201eKyopos\u201c ist dabei, sich an die westliche Kultur anzupassen und sich von der koreanischen Kultur und den konfuzianistischen Idealen zu entfernen. Das Angebot, ihre Rabauken nach Bonn schicken zu k\u00f6nnen, und wenige Monate sp\u00e4ter gehorsame, angepasste, Geige spielende, kreuzbrave Kinder zur\u00fcckgeschickt zu bekommen, mag f\u00fcr viele koreanische Eltern \u00e4u\u00dferst verlockend erscheinen.<\/p>\n<p>Es ist nat\u00fcrlich hochironisch, dass die koreanischen Eltern ihre Kinder ausgerechnet einem Mann anvertrauen, gegen den bereits Vorw\u00fcrfe des k\u00f6rperlichen Missbrauchs und der Vernachl\u00e4ssigung von Kindern im Rahmen der UBF erhoben wurden.<\/p>\n<h4>Ausweitung des Gesch\u00e4fts und des Einflusses<\/h4>\n<p>Es ist offensichtlich, dass Peter Chang seine Gesch\u00e4fte nicht auf Bonn und Deutschland einschr\u00e4nken will. Laut seiner eigenen Webseite m\u00f6chte er \u201ein Deutschland, in den USA und in der ganzen Welt\u201c t\u00e4tig sein, und betreibt bereits \u201eFilialen\u201c der ISMF in New Jersey (Rutgers UBF) und in Seoul.<\/p>\n<p>Als Adresse wird auf der Webseite inzwischen auch nicht mehr das Haus von Herrn Chang in Bonn-Lengsdorf, An der Ziegelei\u00a06, angegeben, das auch als UBF-Zentrum dient, sondern eine andere Adresse in Bonn-Lengsdorf, Auf der Kaiserfuhr\u00a039. Wahrscheinlich hat sich Herr Chang dort zus\u00e4tzliche B\u00fcror\u00e4ume angemietet oder gekauft.<\/p>\n<h4>Die zuk\u00fcnftige UBF?<\/h4>\n<p>Ist ISMF die Zukunft der UBF? Wird aus der Bibel-Sekte nun ein Musik-Sekte? Oder entsteht hier ein Trainingslager f\u00fcr ungehorsame Kinder? Wird Herr Chang seinen Einfluss in UBF so weit vermehren, dass er irgendwann die F\u00fchrung \u00fcbernehmen und ein neuer Samuel Lee sein wird?<\/p>\n<p>In der Tat scheint Peter Chang der einzige UBF-Leiter zu sein, der Samuel Lee als Sektenf\u00fchrer \u201edas Wasser reichen\u201c k\u00f6nnte, und ihn sogar noch \u00fcbertreffen k\u00f6nnte, im negativen Sinne. Peter Changs F\u00e4higkeiten, Menschen f\u00fcr seine Zwecke zu manipulieren, sind durchaus noch gr\u00f6\u00dfer und raffinierter als diejenigen von Samuel Lee.<\/p>\n<h4>Innere Widerspr\u00fcche und Probleme<\/h4>\n<p>Die gro\u00dfe Frage f\u00fcr alle, die den Hintergrund der UBF einigerma\u00dfen kennen, ist: Warum engagiert sich der Leiter der UBF-Sekte in Bonn, Peter Chang, pl\u00f6tzlich im musikalisch\/kulturell\/p\u00e4dagogischen Bereich? Dies erscheint sehr merkw\u00fcrdig angesichts der Tatsache, dass UBF-Mitglieder, zumal Mitglieder des harten Kerns wie Herr Chang, es als einzig lohnende Aufgabe im Leben hinstellen, im Sinne der UBF zu \u201emissionieren\u201c. Jedem gew\u00f6hnlichen Mitglied, das es sich erlauben w\u00fcrde, sich nebenher mit anderen Dingen als dem Lebensunterhalt bzw. Studium und der Gewinnung neuer Mitglieder f\u00fcr die UBF zu besch\u00e4ftigen, wird vorgeworfen, ein \u201egeteiltes Herz\u201c zu haben. Es wird von jedem Mitglied erwartet, sich \u201emit ganzem Herzen\u201c f\u00fcr die von ihnen so genannte \u201eWeltcampusmission\u201c einzusetzen.<\/p>\n<p>Noch im Jahr\u00a02004 war in einer <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/ubf-info.de:80\/int\/bonn\/peterchang200406.htm\">Selbstdarstellung der UBF von Peter Chang<\/a> kein Wort von Musik und Kultur die Rede. Stattdessen schreibt er darin \u00fcber sich und seine Frau: \u201eSie waren voller Vision und Pioniergeist, den Studenten in Bonn die frohe Botschaft des Evangeliums durch das Zweierbibelstudium zu verk\u00fcndigen.\u201c Und am Ende: \u201ePreiset den Herrn, der unser kleines Krippenwerk durch viele Anfechtungen erzogen und uns nun als ein geistliches Hauptquartier f\u00fcr die Weltmission aufgestellt hat und gebraucht. &#8230; Nun m\u00f6chten wir &#8230; die n\u00e4chsten 20\u00a0Jahre unseres Pionierungswerks &#8230; mit Gottes Vision und mit unseren f\u00fcnf Broten und zwei Fischen dem Weltmissionswerk Gottes weiter einflussreich dienen.\u201c Warum konzentriert sich Herr Chang dann aber auf koreanische Kultur anstatt auf die deutschen Studenten und das Bibelstudium? Hier zeigt sich ein gro\u00dfer innerer Widerspruch zwischen seinen vorgeblichen Zielen und dem, womit er sich wirklich besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt ist es ein Grundsatz der Mission, dass Missionare die eigene Kultur hinter sich lassen und sich kulturell so weit wie f\u00fcr einen Christen m\u00f6glich an die jeweilige Kultur des Missionslandes anpassen und in ihr leben sollen. Echte Missionare zeichnen sich gerade dadurch aus, wie etwa der Apostel Paulus, der im Korintherbrief schrieb, dass er den Juden ein Jude, den Heiden ein Heide und \u201eallen alles\u201c geworden sei, um diese Menschen f\u00fcr das Evangelium zu gewinnen, oder der ber\u00fchmte Chinamissionar des 19.\u00a0Jahrhunderts, Hudson Taylor, der bewusst die Landestracht und nach chinesischer Sitte einen Zopf trug. \u201eMissionen haben allzu oft mit dem Evangelium eine fremde Kultur exportiert\u201c wird in der ber\u00fchmten Lausanner Verpflichtung des Internationalen Kongresses f\u00fcr Weltevangelisation von 1974 als ein Missstand beklagt, der unbedingt vermieden werden soll. Doch \u201eMissionar Dr.\u00a0Peter Chang\u201c scheint sich im Gegensatz dazu den Export der koreanischen Kultur bewusst auf seine Fahnen geschrieben zu haben.<\/p>\n<p>Innerhalb der UBF rechtfertigt Herr Chang seine ISMF-Aktivit\u00e4ten damit, der Ehre Gottes und der Sache von UBF zu dienen. Jedoch ist auf den Webseiten, bei den Konzerten und in den Zeitungsartikeln von UBF und von Gott keine Rede. Letztlich dienen die Konzerte daher der eigenen Ehre, dem eigenen Brillieren als Musiker, was in UBF immer als Negativ dargestellt wird. Auch das <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/ubf-info.de:80\/int\/bonn\/ismforg200501.htm\">Organigramm<\/a> der ISMF zeigt, welcher Wert auf m\u00f6glichst bombastische Titel gelegt wird.<\/p>\n<p>UBF-Mitglieder haben sehr gut gelernt, mit solchen inneren Widerspr\u00fcchen zu leben. Was die Leiter tun, ist dort per Definition richtig und dient dem Werk Gottes. Hoffentlich geht einigen UBF-Mitgliedern anhand solcher innerer Widerspr\u00fcche aber doch einmal ein Licht auf.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/ubf-info.de:80\/int\/bonn\/ismf.htm\">https:\/\/web.archive.org\/web\/20070223133856\/http:\/\/ubf-info.de:80\/int\/bonn\/ismf.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung Nach der negativen Publicity im Jahr\u00a02002 wandte Dae-Won (\u201ePeter\u201c) Chang, der Leiter der UBF Bonn, eine sehr interessante Taktik an. Zun\u00e4chst schien sich UBF Bonn v\u00f6llig \u201eaus dem Gesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen\u201c zu haben. Die Mitglieder wurden instruiert, nicht mehr in der \u00d6ffentlichkeit Aufsehen zu erregen. Doch dann tauchte Herr Chang UBF Anfang\u00a02004 unvermittelt wieder aus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":212,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134,1,124,86,132,141,138,143],"tags":[],"class_list":["post-2730","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-abuse","category-article","category-cults","category-denial","category-history","category-info","category-injustice","category-testimony"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2730"}],"collection":[{"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/users\/212"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2730\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}