{"id":3340,"date":"2017-09-27T00:15:57","date_gmt":"2017-09-27T05:15:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfriends.net\/?p=3340"},"modified":"2017-09-28T21:52:42","modified_gmt":"2017-09-29T02:52:42","slug":"autoritarismus-in-der-gemeinde-von-steve-martin-1994-german-version","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/autoritarismus-in-der-gemeinde-von-steve-martin-1994-german-version\/","title":{"rendered":"Autoritarismus in der Gemeinde  von Steve Martin, 1994 [German Version]"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/kNL6J3ta6Cw\/maxresdefault.jpg\" width=\"1920\" height=\"1080\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"src\">(Englische Originalfassung im Internet<br \/>\nunter\u00a0<a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20070528191216\/http:\/\/www.founders.org\/FJ15\/article3.html\" target=\"_parent\">http:\/\/www.founders.org\/FJ15\/article3.html<\/a>,<br \/>\nsiehe auch\u00a0<a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20070528191216\/http:\/\/users.lewiston.com\/ardenh\/abuse.html\" target=\"_parent\">http:\/\/users.lewiston.com\/ardenh\/abuse.html<\/a>)<\/p>\n<h3>Das Problem<\/h3>\n<p>Bei einigen der heutigen evangelikalen Gemeinden kann eine tragische und gef\u00e4hrliche Entwicklung beobachtet werden. Im Zuge der Abgrenzung von der Gesetzlosigkeit und anti-autorit\u00e4ren Einstellung dieser Generation sind einige konservative bibelgl\u00e4ubige Gemeinden in t\u00f6dliche autorit\u00e4re Tendenzen geraten. Diese traurige Erscheinung wird zunehmend \u00f6ffentlich gemacht und klar dokumentiert (siehe die Literaturhinweise am Ende des\u00a0<a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20070528191216\/http:\/\/www.founders.org\/FJ15\/article3.html\" target=\"_parent\">Original-Artikels<\/a>).<\/p>\n<p>Warum geschieht dies? Welche Art von Einstellung erzeugt Autoritarismus in einer Gemeinde? Wessen Schuld ist es? Was kann dagegen getan werden?<\/p>\n<p>Bevor wir fortfahren, ist eine Definition angebracht. In diesem Artikel wird \u201eAutoritarismus\u201c als Missbrauch der Autorit\u00e4t definiert, die durch Christus durch die Vermittlung des Heiligen Geistes gegeben und in Gottes Word offenbart ist, und die von den Amtsinhabern der \u00f6rtlichen Gemeinden ausge\u00fcbt werden soll. Meine Beobachtung ist die, dass dieser Autorit\u00e4tsmissbrauch eine oder beide der folgenden Formen annimmt.<\/p>\n<p>Erstens existiert die S\u00fcnde des Autoritarismus, wenn Pastoren und andere Amtsinhaber mit bindender Autorit\u00e4t da sprechen, wo Gott selbst in seinem niedergeschriebenen Wort nicht gesprochen hat. Wenn Gott nicht zu dem Thema gesprochen hat, ist es eine widerrechtliche Aneignung der Macht des Sch\u00f6pfers. Ein Pastor kann zu recht verk\u00fcnden \u201eSo hat der Herr gesprochen\u201c, wenn er gegen G\u00f6tzendienst, Ehebruch, Habgier, die Heirat mit einem Ungl\u00e4ubigen oder irgendeine andere Verletzung der ausdr\u00fccklichen Gebote Gottes predigt. Das ist seine Pflicht, und Gott helfe demjenigen, der Texte k\u00fcrzt und zurechtbiegt, um seiner Herde angenehme Worte sagen zu k\u00f6nnen. Aber der Pastor hat keine Vollmacht von Christus, mit der bindenden Autorit\u00e4t von Gottes\u00a0<i>Imprimatur<\/i>\u00a0(\u201eDruckfreigabe\u201c) \u00fcber Themen zu sprechen, \u00fcber die das geschriebene Wort Gottes schweigt.<\/p>\n<p>Zweitens existiert die S\u00fcnde des Autoritarismus, wenn Pastoren und andere Amtsinhaber widerrechtlich die Herrschaft von Vater, Sohn und Heiligem Geist im Leben von Gottes Leuten beanspruchen, indem sie Gottes Willen f\u00fcr sie entscheiden, wo die Schrift schweigt. Amtsinhaber der Gemeinde k\u00f6nnen f\u00fcr Gottes Leute bei solchen Entscheidungsfragen wie der ihrer Karriere, Wahl des christlichen Ehepartners, Wahl der Arbeitsstelle, des Wohnorts, der Ausbildung, die sie absolvieren usw. nicht den Willen Gottes festlegen ohne Ersatzg\u00f6tter zu werden. Herden von Schafen mit lahmgelegten Entscheidungsf\u00e4higkeiten offenbaren, dass sie Hirten ausgesetzt waren, die Gott f\u00fcr sie gespielt haben. Daher sucht die s\u00fcndige Tendenz, die in John Miltons sarkastischer Bemerkung (\u201eNew Presbyter is but Old Priest writ Large\u201c \u2013 \u201eDer neue Presbyter ist nur ein aufgebl\u00e4hter alter Priester\u201c) aufgedeckt wird, die Gemeinden wieder heim. Und, was noch trauriger ist, einige g\u00f6tzendienerische Schafe finden das gut so.<\/p>\n<h3>Ursachen des Problems<\/h3>\n<p>Sicherlich ist die Ursache von Autoritarismus und G\u00f6tzenanbetung S\u00fcnde. Aber welche S\u00fcnden sind es speziell, bei denen der Heiligen Geist helfen muss, sie zu erkennen, f\u00fcr sie Bu\u00dfe zu tun und sie abzut\u00f6ten? Es kommen f\u00fcnf S\u00fcnden der Hirten und drei S\u00fcnden der Schafe in Betracht. Zusammengenommen verursachen sie Gemeinden mit einem gewaltigen s\u00fcndigen Krankheitsbild, die Christus entehren, die Schafe ersticken, die Hirten aufbl\u00e4hen und das Werk Gottes behindern.<\/p>\n<h3>S\u00fcnden der Hirten<\/h3>\n<p>Die heutigen autorit\u00e4ren Hirten scheinen einer oder mehreren der folgenden S\u00fcnden zum Opfer zu fallen, w\u00e4hrend sie ihr Amt aus\u00fcben:<\/p>\n<p><b><i>1.<\/i><\/b>\u00a0<i>G\u00f6tzendienst:<\/i>\u00a0Das s\u00fcndige Verlangen einiger Menschen, immer die Kontrolle haben zu wollen, insbesondere die Kontrolle \u00fcber das Leben von Gottes Schafen. Solche S\u00fcnde ist nichts als ein kaum verdeckter Versuch, Gott spielen zu wollen. Und irren Sie sich nicht, derartige Menschen werden Gott f\u00fcr ihre Herde. Es ist kaum verwunderlich, dass Pastoren mit einer solchen s\u00fcndigen Neigung schlie\u00dflich nahezu p\u00e4pstliche Unfehlbarkeit in ihrer Gemeinde haben werden. Paulus\u2019 Anweisung an Titus in 2,15 (\u201e&#8230; ermahne und weise zurecht mit ganzem Ernst. Niemand soll dich verachten.\u201c) ist in der Praxis ihr Schl\u00fcsselvers, wenn nicht gar ihr Grundsatz. \u00dcblicherweise ist ihre g\u00f6tzendienerische S\u00fcnde der Kontrollaus\u00fcbung von einem zornigen, tadelnden, Angst erzeugenden Geist begleitet, weil der autorit\u00e4re Leiter keine ungebundenen Atome in seinem pers\u00f6nlichen Universum der Kontrolle duldet (vgl. Hes\u00a034,4; Mt\u00a020,25; 1.Petr\u00a05,3). Derartige sich selbst zu Gott machende Pastoren erzeugen Versammlungen, die mehr Angst davor haben, den Pastoren zu missfallen als davor, ihrem Herrn und Heiland zu missfallen. Menschen, die f\u00fcr ihre Leute \u201eGott\u201c sein m\u00fcssen, verlieren ironischerweise die Autorit\u00e4t von Gottes Heiligem Geist durch ihre S\u00fcnde, und die Gott-gegebene Autorit\u00e4t wird durch fleischliche Kontrolle ersetzt, die sie durch Manipulation, Einsch\u00fcchterung, verbalen Zwang und Hervorziehen ihres kirchlichen Rangs aufrechterhalten (z.B. \u201eNun, ich bin dein Vorsteher und du solltest besser.. oder sonst&#8230;\u201c). Apostel Johannes\u2019 Beschreibung von Diotrephes scheint unter eine solche Kategorie von S\u00fcnde zu fallen (3.Joh\u00a09.10).<\/p>\n<p><b><i>2.<\/i><\/b>\u00a0<i>Gebetslosigkeit:<\/i>\u00a0Autorit\u00e4re Pastoren verlassen sich auf das Gebet f\u00fcr ihre Leute als ihr wichtigstes Mittel, das von Gott zur Erbauung seiner Leute angeordnet wurde. Infolgedessen zwingen und schikanieren sie ihre Leute verbal, sich anzupassen. Sie versuchen, sich nur auf den \u201eArm des Fleisches\u201c ihrer eigenen Methoden der starken Hand zu verlassen. Solche fleischlichen Hirten wenden viel mehr Arbeit auf, um zu tadeln, zu drohen, zu manipulieren, zu konfrontieren und \u201eDisziplin auszu\u00fcben\u201c, um sich damit ihre Leute ihren W\u00fcnschen gef\u00fcgig zu machen, als sie vor dem Thron der Gnade arbeiten, damit das \u00fcbernat\u00fcrliche Werk des Geistes geschehen kann, der die Heiligen dem Bild Christi \u00e4hnlich macht (2.Kor\u00a03,18). Das Wort Gottes macht klar, dass zur Ausr\u00fcstung jedes Hirten auch die Rute und der Stock geh\u00f6ren. Aber es betont auch die Wichtigkeit des F\u00fcrbittegebets f\u00fcr das Wachstum der Leute Gottes (vgl. die aufgezeichneten Gebete unseres Herrn und von Apostel Paulus f\u00fcr ihre Leute). Traurigerweise schlagen viele Pastoren ihre Schafe, weil die Waffen des Fleisches in ihren eigenen H\u00e4nden angenehmer sind als die Waffen des Geistes. Der Apostel Jakobus warnt vor Menschen, deren Leben von den Tr\u00fcmmern ihrer fleischlichen Leiterschaft befleckt sind, und f\u00fchrt dies auf ihre Gebetslosigkeit zur\u00fcck (Jak\u00a03,13-4,3).<\/p>\n<p><b><i>3.<\/i><\/b>\u00a0<i>Unglaube:<\/i>\u00a0Viele Amtsinhaber glauben nicht an die Erkl\u00e4rungen und Verhei\u00dfungen Gottes in der Schrift. Sie glauben nicht, dass Christus der Herr seiner wahren Kirche ist, und das die Pforten der H\u00f6lle sie nicht \u00fcberw\u00e4ltigen werden. Sie glauben nicht, dass Gott, der Heilige Geist, auch der Herr der Gemeinde ist, der Gottes Leute seinem Bild gleich macht. Sie glauben nicht, dass Gott, der Vater, seine v\u00e4terliche Liebe und Disziplin \u00fcber das Leben seiner angenommenen Kinder aus\u00fcben wird. In ihrem Unglauben, der ihrer eigenen Gebetslosigkeit auf dem Fu\u00dfe folgt, entwickeln autorit\u00e4re Hirten die Denkweise \u201eWenn du sie nicht dazu bringst, das zu tun, tun sie es nicht!\u201c Oder \u201eWenn du sie nicht bringst, das zu tun, wer dann?\u201c Sie glauben wirklich nicht, dass der Heilige Geist seine Leute beaufsichtigt und der S\u00fcnde \u00fcberf\u00fchrt, wenn sie vom Hirten entfernt sind. Genau wie christliche Eltern ihre christlichen Teenager dem Herrn \u00fcberlassen m\u00fcssen, wenn sie mit dem Auto losfahren oder zur Universit\u00e4t fort gehen, m\u00fcssen Pastoren lernen, Gott, dem Heiligen Geist, zu vertrauen, dass er im Leben seiner Leute arbeitet, wenn sie au\u00dferhalb der Sicht des wachsamen Auges ihres \u00f6rtlichen Unter-Hirten sind. Traurigerweise erzeugen solche Pastoren eine \u201ePolizeistaat-Mentalit\u00e4t\u201c in ihren Versammlungen, wobei das Leben jedes Einzelnen sorgf\u00e4ltig \u00fcberwacht und auf irgendeine Abweichung \u00fcberpr\u00fcft wird, und \u201eS\u00fcnden\u201c der Gemeindeleitung sofort gemeldet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><b><i>4.<\/i><\/b>\u00a0<i>Mangel an Liebe zu den Schafen:<\/i>\u00a0Hirten im ehemaligen Pal\u00e4stina gingen ihren Schafen voraus, wobei sie sie anf\u00fchrten und beim Namen riefen, damit sie ihnen zu gr\u00fcnen Weiden und k\u00fchlem Wasserquellen folgen. Die Schafe folgten, weil sie die treue F\u00fcrsorge des Hirten und sein liebendes Interesse an ihrem eigenen Wohlergehen kennen gelernt hatten. Es war der Hirte, der im Tor der Schafh\u00fcrde schlief, um die Herde bei Nacht zu bewachen. Es war der Hirte, der den B\u00e4r, den L\u00f6wen und andere Raubtiere bek\u00e4mpfte. Es war der Hirte, der die Herde vor dem Dieb besch\u00fctzte. Es war der Hirte, der die 99 verlie\u00df, um nach dem einen verlorenen Schaf zu sehen. Es war der Hirte, der die s\u00e4ugenden Mutterschafe und ihre Jungen sanft f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Eine solche bildliche Darstellung stellt sicherlich die aufopfernde Liebe f\u00fcr die Schafe auf Seiten des Hirten anschaulich dar. Aber die Zeiten haben sich f\u00fcr viele Hirten im Westen der USA ge\u00e4ndert. Schafz\u00fcchter (\u201eSheep Ranchers\u201c) setzen nun bellende Hunde ein und Hirten in Hubschraubern, um die verschreckten, drangsalierten und verwirrten Schafe vor ihnen her zu treiben. Die Schafe werden in solchen neuzeitlichen Arbeitsabl\u00e4ufen von Furcht vor den scheinbar allgegenw\u00e4rtigen z\u00e4hnefletschenden Hunden der Hirten und dem ununterbrochenen Gebr\u00fcll des Hirten selbst angetrieben, das \u00fcber ihren K\u00f6pfen aus dem Lautsprecher in seinem Hubschrauber kommt.<\/p>\n<p>Traurigerweise werden in allzu vielen Gemeinden heute die Schafe durch einen Menschen getrieben, der einem abgestumpften Fleischverpacker mehr gleicht ist als einem liebenden Hirten. Viele moderne Hirten m\u00f6gen die Schafe nicht einmal, es ist einfach ihr Gesch\u00e4ft. Tats\u00e4chlich wird Menschen angeraten, den Schafen nicht zu nahe zu kommen, oder sich gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig in ihr Leben oder ihre Probleme zu verwickeln. Es gibt so viele Pastoren, die ihre Leute eigentlich gar nicht m\u00f6gen (von lieben ganz zu schweigen). Sie treiben das Zeugnis geben und die Weltevangelisation voran, nur m\u00f6gen sie nicht mit den einzelnen S\u00fcndern zusammen sein. Man muss nur einmal lesen, welch liebendes Mitleid unser Herr in seinem irdischen Werk f\u00fcr die schaf-\u00e4hnlichen S\u00fcnder gehabt hat (Mt\u00a09,36; 14,14; Mk\u00a01,40.41; 10,21) und erkennen, wie weit dies von vielen pastoralen Vorbildern heute entfernt ist. Aufopfernde Hirten-Liebe, die das Leben f\u00fcr die Schafe hingibt, wurde durch lieblose Schaf-Verwaltung von gleichg\u00fcltigen Schafz\u00fcchtern ersetzt.<\/p>\n<p><b><i>5.<\/i><\/b>\u00a0<i>Stolz:<\/i>\u00a0Ihren Ursprung haben alle oben genannten S\u00fcnden von Amtstr\u00e4gern in einer \u00fcberh\u00f6hten Sicht ihrer eigenen Wichtigkeit. John Calvin hat einmal scharfsinnig beobachtet, dass jeder, vom K\u00f6nig auf seinem Thron bis hin zum Dienstm\u00e4dchen, das in der K\u00fcche sp\u00fclen muss, in seinem Herzen ein K\u00f6nigreich beherbergt. Gesch\u00f6pfe, die durch die souver\u00e4ne Gnade ihres Sch\u00f6pfers gerettet wurden und in den Dienst f\u00fcr ihre Mitgesch\u00f6pfe gestellt wurden, k\u00f6nnen allzu leicht vergessen, dass sie nur Tongef\u00e4\u00dfe sind, die aus \u201ehochm\u00fctigem Staub\u201c gemacht worden sind (um Thomas Watsons passenden Ausdruck zu benutzen). Wir m\u00fcssen erinnert werden, dass wir unser Amt aufgrund des Gefallens des Meisters innehaben, um sein Gebot zu tun und sein Reich zu erweitern. Dem\u00fctige Hirten vergessen niemals, woher sie gekommen sind, noch wem sie Rechenschaft ablegen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dem\u00fctige Hirten schauen mit Mitleid auf Gottes Schafe; stolze Hirten schauen voller Verachtung f\u00fcr ihre Schwachheiten und Fehler auf ihre Schafe herab. Dem\u00fctige Hirten erinnern sich, dass sogar der gro\u00dfe Hirte der Schafe geduldig Unverst\u00e4ndnis, Beschimpfung und fleischlichen Tadel durch seine Schafe ertragen hat (vgl. Mt\u00a016,22; Mk\u00a04,38; 1.Petr\u00a02,21-23). Stolze Hirten reagieren dagegen auf jede echte oder vermeintliche Beleidigung ihrer \u201eKaiser Augustus gleichen Pers\u00f6nlichkeit\u201c. Wie anders als ihr Meister! Hirten m\u00fcssen lernen, dass sie nicht in das Bild Christi umgestaltet und langm\u00fctig und vergebend werden k\u00f6nnen, wenn sie nicht \u201elange geplagt\u201c wurden und sich Fehler eingestehen mussten. Stolz dagegen antwortet auf die Reizung durch S\u00fcnder mit Zorn. Ein zorniger Leiter ist ein stolzer Leiter.<\/p>\n<h3>Die S\u00fcnden der Schafe<\/h3>\n<p>Es ist traurig zu sagen, aber die Schafe selbst tragen mit ihrer eigenen S\u00fcnde zur Erzeugung von autorit\u00e4ren Gemeinden bei. Nachdem ich mit mehreren verwundeten Schafen gesprochen habe, bin ich betroffen dar\u00fcber, wie selten sie ihre eigene Mitschuld erkannt haben. Sie sind schnell dabei, alle Schuld ihren harten Zuchtmeistern zuzuschieben. Aber kleine Diktatoren k\u00f6nnen nicht ohne die Einwilligung ihrer feigen Lakaien und ergebenen Untertanen herrschen. Es gibt mindestens drei S\u00fcnden, die sie zum s\u00fcndigen Krankheitsbild autorit\u00e4rer Gemeinden beitragen.<\/p>\n<p><b><i>1.<\/i><\/b>\u00a0<i>G\u00f6tzen-Anbetung:<\/i>\u00a0Das s\u00fcndige Fleisch ist nicht mit der Realit\u00e4t des einen wahren Gottes zufrieden. Es will sich einen G\u00f6tzen herstellen, anstelle des unsichtbaren Gottes, der Geist ist. Es gibt immer die Versuchung, wie die Juden in Sauls Zeit zu handeln, die einen menschlichen Leiter w\u00fcnschten, den sie sehen konnten, im Gegensatz zum unsichtbaren Gott (vgl. 1.K\u00f6n\u00a08,1-18). Aber Gott teilt seine Herrlichkeit nicht mit einem Menschen, nicht einmal mit \u201eberufenen Menschen\u201c, die von der sie anbetenden Herde zu einem Halbgott-Status erhoben werden. Solche Herden finden allzu oft f\u00fcr sich selbst einen Menschen, der es mag, \u00fcber die anvertraute Herde zu herrschen. Dadurch ist die s\u00fcndige symbiotische Beziehung vollst\u00e4ndig, die eine missbrauchende Autorit\u00e4tsperson mit ihren G\u00f6tzen anbetenden G\u00fcnstlingen verbindet (Jer\u00a05,30.31).<\/p>\n<p><b><i>2.<\/i><\/b>\u00a0<i>Menschenfurcht:<\/i>\u00a0Zu viele Schafe sind mehr vom dem Verlangen ergriffen, einem Menschen zu gefallen oder \u00e4ngstlicher davor, einem Menschen zu missfallen, als sie es sind, dem allm\u00e4chtigen Gott zu gefallen oder zu missfallen (vgl. Spr\u00a029,15; Joh\u00a05,41-44). Sie verbringen ihre Zeit damit, um ihre G\u00f6tzen herum zu tanzen, wobei sie ihre Energie daf\u00fcr aufwenden, sich um jede seiner Launen zu k\u00fcmmern und sich nicht seinen Zorn zuzuziehen. Leute, die es Menschen immer recht machen wollen, haben wenig Verlangen nach m\u00f6glichen Konflikten. Sie w\u00fcrden es niemals wagen, ihrem erhabenen Leiter eine Frage zu stellen, egal wie respektvoll. Sie w\u00fcrden niemals nach der biblischen Grundlage f\u00fcr eine von der Leitung getroffene Entscheidung fragen, selbst wenn diese Entscheidung sich \u00fcber jede klare biblische Lehre hinwegsetzt. Solche Leute, die Menschen gefallen wollen, sehnen sich mehr nach einem anerkennenden L\u00e4cheln auf dem Gesicht eines Menschen, als nach dem L\u00e4cheln Gottes, und sie werden nie die Wahrheit in Liebe sagen (Eph\u00a05,15).<\/p>\n<p><b><i>3.<\/i><\/b>\u00a0<i>Unglaube:<\/i>\u00a0Zu viele Schafe glauben nicht, dass Gott durch das betende Nachsinnen \u00fcber Gottes Wort und das erleuchtende Werk des Heiligen Geistes heute immer noch seine Leute f\u00fchrt. Es ist f\u00fcr das Fleisch einfacher, geistliche F\u00e4higkeiten und biblische Mittel der F\u00fchrung beiseite zu lassen und die Abk\u00fcrzung zu nehmen, den Leiter zu bitten, Gottes Willen zu bestimmen und st\u00e4ndig alle Entscheidungen zu treffen. Es \u00fcberrascht nicht, dass Schafe, die Menschen auf Podeste stellen, die feige Menschen dienen und die nicht glauben, dass Gott immer noch f\u00fchrt, missbrauchenden Hirten zur Beute fallen werden. Es ist nur der Gnade Gottes zu verdanken, dass es nicht \u00f6fter passiert, als es schon der Fall ist (sogar gute Menschen kennen die Versuchung, \u201eErsatzg\u00f6tter\u201c f\u00fcr ihre Leute zu werden und m\u00fcssen fest der Versuchung widerstehen, Fragen nach F\u00fchrung immer zu beantworten und Entscheidungen zu treffen). Vielleicht sind autorit\u00e4re Hirten manchmal Gottes z\u00fcchtigende Rute auf dem R\u00fccken von G\u00f6tzen anbetenden, Menschen gefallen wollenden, ungl\u00e4ubigen Schafen, die nicht Gott als ihren Gott haben wollen, sondern ihn durch ein blo\u00dfes Gesch\u00f6pf an seiner Stelle ersetzen wollen (vgl. Jes\u00a02,22; Ps\u00a033,13-19).<\/p>\n<h3>Die Heilung f\u00fcr autorit\u00e4re Hirten<br \/>\nund G\u00f6tzen anbetende Schafe<\/h3>\n<p>Der Aufruf von Gottes Wort an die S\u00fcnde ist immer: \u201eTue Bu\u00dfe und glaube!\u201c Es gilt so f\u00fcr den Amtsinhaber, der sein Amt in s\u00fcndiger Weise ausge\u00fcbt hat. Und es gilt genauso f\u00fcr das Mitglied der \u00f6rtlichen Kirche, das es auf s\u00fcndige Weise vorgezogen hat, auf k\u00fcmmerliche Menschen zu schauen als auf den allm\u00e4chtigen Gott.<\/p>\n<p><em>Hirten<\/em>, die der S\u00fcnde des Autoritarismus \u00fcberf\u00fchrt worden sind, sollten dem\u00fctig zum Wort Gottes kommen und im Gebet \u00fcber die gro\u00dfartigen Textstellen nachsinnen, die das Werk der M\u00e4nner Gottes schildern und vor dem Missbrauch warnen (1.Mose\u00a018; 2.Mose\u00a032-33; 3.Mose\u00a010, Hes\u00a034; Mt\u00a023; die Hirtenbriefe, 1.Petr\u00a05 und andere). Bu\u00dfe schlie\u00dft Bekennen mit ein. \u00d6ffentliche S\u00fcnden m\u00fcssen \u00f6ffentlich bekannt werden, private S\u00fcnden m\u00fcssen privat bekannt werden.<\/p>\n<p>Pastoren, die des Autoritarismus schuldig sind, w\u00fcrden gut daran tun, sich selbst und ihrer Herde eine Reihe von Sonderpredigten zu 1.Korinther\u00a013, Philipper\u00a02, der Bergpredigt oder Johannes\u00a010 zu predigen. Sie sollten keine Angst haben, sich selbst vor Gott und den Menschen in den Staub zu dem\u00fctigen, denn unser Gott verachtet ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz nicht (Ps\u00a051,19). Er kommt den Niedrigen und Dem\u00fctigen nahe und richtet sie auf. Die wahren Leute Gottes werden einen \u201eguten Menschen, der gut genug ist zu erkennen, dass er nicht gut genug ist\u201c nicht verachten. Pastoren m\u00fcssen versuchen, sich eine Gewohnheit des F\u00fcrbittegebets f\u00fcr ihre Leute anzueignen. Sie m\u00fcssen f\u00fcr gro\u00dfe Gnade beten, der st\u00e4ndigen Versuchung zu widerstehen, f\u00fcr Menschen Gott zu spielen. Sie m\u00fcssen lernen, m\u00f6gliche G\u00f6tzenanbeter wieder auf den lebendigen Gott hinzuweisen, der an seiner Braut gefallen hat, der sie aber nicht mit jemand anderem teilen will. Sie m\u00fcssen auch f\u00fcr die Schafe beten, dass sie nicht verbittert werden, sondern f\u00fcr die S\u00fcnden des Pastors Vergebung haben m\u00f6gen. Hirten, die schuldig geworden sind, ihre Herde nicht aufopferungsvoll zu lieben, m\u00fcssen f\u00fcr Gott, den Heiligen Geist, beten, damit er die Frucht des Geistes der Liebe in ihren Herzen hervorbringt, und sie m\u00fcssen mit einem durch Selbstlosigkeit hervorgebrachten Mitgef\u00fchl die Werke von liebevoller Sorge tun, auch wenn ihr anf\u00e4ngliches \u201eGef\u00fchl\u201c der Liebe nicht vorhanden ist. Gott wird seinen Geist einem Menschen, der um Gnade fleht, die Herde wie Christus zu lieben und der damit anf\u00e4ngt, sich regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr sie in aufopferndem Dienst hinzugeben, nicht lange vorenthalten. Menschen, die sich selbst vor Gott dem\u00fctigen, wird gezeigt werden, was sie sehen m\u00fcssen und von neuem gezeigt werden, wie das Blut Christi sogar die Flecken pastoraler S\u00fcnden reinigt.<\/p>\n<p><em>Schafe<\/em>, die \u00fcberf\u00fchrt worden sind, G\u00f6tzen anzubeten, Menschen gefallen zu wollen und Gott nicht zu glauben, m\u00fcssen auch ihrer S\u00fcnde gegen\u00fcberstehen und Bu\u00dfe tun. Solche Bu\u00dfe w\u00fcrde mit einschlie\u00dfen, Gottes Wort zu studieren und \u00fcber G\u00f6tzendienst, das Menschen gefallen wollen, und die S\u00fcnde des Unglaubens nachzudenken. Schafe m\u00fcssen lernen, zum Gro\u00dfen Hirten der Schafe zu schauen. Schwacher Glaube gedeiht am besten durch eine Di\u00e4t beim regelm\u00e4\u00dfigen Studium und glaubenden H\u00f6ren von Gottes Wort (R\u00f6mer\u00a010,17). Schafe m\u00fcssen von Gottes Wort auch lernen, dass einen echten oder eingebildeten Konflikt zu durchstehen nicht die schlimmste Sache der Welt ist und dass das schlimmste, das ein Mensch einem zuf\u00fcgen kann, nichts ist verglichen mit dem, was der allm\u00e4chtige Gott tun kann. Schafe m\u00fcssen ermutigt werden, tiefer zu lernen, dass sie als Gl\u00e4ubige Priester sind (1.Petr\u00a02,5) mit gleichem Zugang zu Gott und dem gleichen Vorzug von Christus als ihrem Rechtsanspruch auf Gebet. Es ist unwahrscheinlich, dass Schafe Blechg\u00f6ttern, Tong\u00f6tzen und fleischlichen Hirten zur Beute fallen werden, wenn sie mit Gott wandeln, sein Wort kennen und es glauben und ihm gehorchen.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott seinen Leuten Gnade geben, ihre S\u00fcnden zu erkennen und f\u00fcr sie Bu\u00dfe zu tun. Wir d\u00fcrfen uns in dieser Lage nicht r\u00fchmen und den beklagenswerten Zustand gro\u00dfer Teile von Christi Gemeinde faul ignorieren. Wir m\u00fcssen zuerst uns selbst richten, damit wir nicht gerichtet werden. Und wir m\u00fcssen die Ziele und Verhei\u00dfungen unseres Vaters erflehen, indem wir ihn um die Erneuerung des Heiligen Geistes bitten.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/web.archive.org\/web\/20070528191216fw_\/http:\/\/ubf-info.de:80\/doc\/martin.htm\">http:\/\/web.archive.org\/web\/20070528191216fw_\/http:\/\/ubf-info.de:80\/doc\/martin.htm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134,118,1,86,13,147,132,141,138,12,122,151,126],"tags":[],"class_list":["post-3340","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-abuse","category-advice","category-article","category-denial","category-emotions","category-evidence","category-history","category-info","category-injustice","category-leadership","category-scripture","category-spiritual-abuse","category-theology"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3340"}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3340"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3340\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfriends.org\/ubfriends2015\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}